Dufourspitze

Höhe: 4.634 m // Region: Monte-Rosa-Gruppe // Land: Schweiz // Erstbesteigung: 1. August 1855

Die Dufourspitze in den Walliser Alpen ist der höchste Gipfel der Schweiz und der dritthöchste Alpengipfel. Die Bergspitze liegt rund 160 m von der italienischen Grenze entfernt. Die Tour im Monte-Rosa-Massivs gehört zu den großen Klassikern der Schweizer Alpen. Die Erstbesteigung fand durch eine von Charles Hudson geleitete Seilschaft statt. Zehn Jahre später war er einer der Erstbesteiger des Matterhorns und verunglückte dort beim Abstieg tödlich. Der Berg hieß ursprünglich Gornerhorn, bevor er im Jahre 1863 nach dem Schweizer General und Kartografen Guillaume-Henri Dufour benannt wurde. Er schuf zwischen 1845 und 1865 die erste amtlichen Karte der Schweiz, die weltweit Anerkennung erhielt.

Die Besteigung der Dufourspitze über den Normalweg erfolgt ab der neuen Monte Rosa Hütte. Sie liegt auf 2.883 m auf einem abfallenden Felsplateau, das «Plattje» genannt wird. Man erreicht die Hütte auf einem anspruchsvollen Weg über den Gornergletscher in etwa vier Stunden von der Bahnstation Rotenboden der Gornergratbahn aus. Sie wurde als «Berghütte der Zukunft» 100 Meter oberhalb der alten Hütte errichtet. Nach einer Planungszeit von sechs Jahren und einer Bauphase von zwei Sommern wurde sie in Form eines Bergkristalls mit Platz für 120 Übernachtungsgästen 2009 eröffnet. Das Gebäude mit fünf Stockwerken wurde digital geplant und in Holzbauweise mit Aluminiumhülle auf einem oktogonalen Stahlbetonsockel gebaut. Nachhaltige Energienutzung steht im Fokus: Photovoltaikanlage an der Südfassade, Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Wasserkreislauf für Toilettenanlage und Waschmaschine sowie intelligente und vernetzte Haustechnik ermöglichen ohne Strom- und Wasseranschluss einen Teil der benötigten Energie regenerativ zu erzeugen. Für Schlechtwetterperioden steht ein mit Rapsöl und Diesel betriebenes Blockheizkraftwerk zur Verfügung.

Die Route zur Dufourspitze verläuft bis auf eine Höhe von etwa 4.000 m zusammen mit der zum Nordend. Dort zweigt sie nach rechts ab, bis man auf 4.356 m den Sattel erreicht. Über den Grat gelangt man über kombiniertes Gelände zum Gipfel.