Mönch

Höhe: 4.107 m // Region: Berner Alpen // Land: Schweiz // Erstbesteigung: 5. August 1857

Der Mönch ist der Mittelpunkt des weltberühmten Dreigestirns und wird flankiert von Eiger und Jungfrau. Die drei bekanntesten Berge der Berner Alpen sind das Wahrzeichen der Jungfrau-Region. Seitdem Bau der Zahnradbahn gehört der Mönch zusammen mit dem Allalinhorn und Breithorn zu den meistbestiegenen Viertausendern der Schweiz - einsam ist man hier also selten. Nach der Fahrt mit der Jungfraubahn verlässt man durch den Stollen das Jungfraujoch und geht auf der präparierten Piste leicht ansteigend in Richtung Mönchsjochhütte. Kurz vor der Hütte legt man die Steigeisen an und beginnt den eigentlichen Aufstieg zum Gipfel über den Südwestgrat. Bis zum höchsten Punkt sind es insgesamt nur etwa 650 Höhenmeter und circa 3 Stunden - nicht viele Viertausender sind für so wenig körperliche Anstrengung zu haben. Kein Wunder also, das an manchen Tagen über 100 Bergsteiger in Richtung Gipfel stapfen, darunter leider auch viele ungeübte Alpinisten. Trotz seines Rufes als nicht schwerer Viertausender sollte man jedoch den Anspruch nicht unterschätzen. Der Normalweg ist für geübte Berggänger bei guten Verhältnissen zwar keine extreme Herausforderung, auf dem Gipfelgrat wird es aber schmal und ausgesetzt, bei schlechten Bedingungen wartet oftmals Blankeis und man sollte immer die starke Überwächtung beachten. Ein falscher Schritt, Stolpern oder Rutschen kann fatal enden. Entsprechend oft rückt am Mönch auch die Bergrettung aus. Es vergeht kaum ein Jahr ohne Tote am Berg und manchmal verunfallen am Mönch so viele Menschen tödlich wie an keinem anderen Schweizer Berg. Normale Bergsteiger sollten ihn daher nur mit vorheriger Akklimatisierung und bei guten Bedingungen mit der Unterstützung der Jungfraubahn als Tagestour angehen. Die Top-Alpinisten jedoch steigen auf Eiger, Mönch und Jungfrau an einem Tag: Der 2017 verstorbene Profi-Bergsteiger Ueli Steck hält noch immer den Rekord und schaffte diese weite und ausgesetzte Gratkletterei in nur 16 Stunden und 10 Minuten. Alleine, ungesichert und natürlich ganz ohne Bergbahn.