Rimpfischhorn

Höhe: 4.107 m // Region: Allalingruppe // Land: Schweiz // Erstbesteigung: 9. September 1859

Das Rimpfischhorn liegt zwischen der Monte-Rosa-Gruppe im Süden und der Mischabel-Gruppe im Norden und ist von den beiden Talorten Zermatt und Saas-Fee nicht zu sehen. Es hat eine grandiose Bergsilhouette und die einmalige zackige Form ist sein Erkennungsmerkmal: „Der wie der Kamm eines vorzeitlichen Reptils gezackte Gipfelgrat wird nach Südosten und Osten von einer im Sommer fast reinen Felswand, im Westen von einer kombinierten Wand flankiert.“, schreibt Richard Goedeke in dem bekannten 4000er Tourenführer, und weiter „Sowohl nach der Länge der Zustiege als auch nach der Kletterei am Gipfelaufbau ist dies einer der anspruchsvolleren Berge des Gebietes, selbst wenn man sich zur Verkürzung des Hüttenzustiegs das Bähnli genehmigt“. Und in der Tat, den Gipfel wird man sich schnell einprägen: er ist äußerst schmal und bietet kaum Platz für eine Person. Im Westen und Norden überwiegen weite Gletscherfelder, im Süden und Osten fällt eine spektakuläre Wand gut 600 m zum Allalingletscher ab. 1859 blickten die Erstbesteiger des Allalinhorns vom Gipfel auf das Rimpfischhorn und beschrieben es im Buch „Peaks, Passes and Glaciers” des renommierten britischen Alpine Club mit den Worten “Close to us on the south rose the craggy peak of the Rympfischhorn, which we scrutinised with critical eye, and finally pronounced inaccessible” als unbesteigbar - doch noch im gleichen Jahr erreichten ebenfalls Engländer den Gipfel. Egal welchen Zustieg man heute wählt, der Weg durch weite Gletscherlandschaften, die bei schlechter Sicht heikel werden, ist immer sehr lang. Aus dem Norden von der oberhalb von Saas-Fee gelegenen Britanniahütte oder von der Täschhütte im Mattertal führt er über den Allalinpass. Ab Zermatt über das Berggasthaus Flue geht es aus Süden über den Adlerpass. Vom Rimpfischsattel aus erreicht man durch ein steiles Firncouloir und später in schöner luftiger Kletterei den höchsten Punkt, an dem die atemberaubend schöne Aussicht für die Strapazen des Zustiegs entschädigt.