Nadelhorn

Höhe: 4.327 m // Region: Mischabelgruppe // Land: Schweiz // Erstbesteigung: 6. September 1858


Das Nadelhorn liegt in den Walliser Alpen und gehört zur Mischabelgruppe zwischen Saas Fee und Randa. Diese ist nach der Monte-Rosa-Gruppe das zweithöchste Gebirgsmassiv der Schweiz. Schaut man von Norden auf die Mischabelgruppe, so sticht das Nadelhorn wie eine „Nadel“ aus dem Gipfelmeer heraus. Seinen Namen hat der Berg aber aus einem anderen Grund erhalten: Beim Aufstieg zum Dom, dem höchsten ganz auf Schweizer Boden stehenden Berg, erkennt man vom Festijoch aus ein ovales Loch nahe dem Gipfel, das charakteristische „Nadelloch“. Es befindet sich rund 10 Meter nordwestlich des höchsten Punktes. An bestimmten Tagen scheint die Sonne scheint durch das Loch des Nadelhorns. Den kleinen und spitzen Gipfel erreicht man über drei Grate: über den Südostgrat von der Lenzspitze aus, über den Nordwestgrat über das Stecknadelhorn, Hohberghorn und Dirruhorn oder über den Nordostgrat vom Windjoch aus auf der Route der Erstbesteiger, die auch heute der Normalweg ist. Von den technischen Schwierigkeiten könnte das Nadelhorn auch als leichter Viertausender eingestuft werden. Im Vergleich zu dem mit der Seilbahn schnell erreichbaren Breithorn oder dem mit der Metro Alpin gut erschlossenen Allalinhorn ist seine Besteigung aber viel anstrengender: Allein der Hüttenzustieg zur Mischabelhütte über Leitern sieht an vielen Stellen mehr nach einem Klettersteig aus als nach einem Wanderweg. Von der Hütte aus ist die Besteigung dann eine sehr abwechslungsreiche Hochtour über mehrere Gletscher, einen eleganten Firngrat und ein paar felsige Kraxelstellen am Gipfelaufbau. Der Schönwetterberg wird bei blanken Verhältnissen und viel Wind jedoch auch auf dieser Route deutlich anspruchsvoller. Erfahrene und ambitionierte Bergsteiger erreichen den Gipfel über den Südostgrat bei der Überschreitung von der Lenzspitze - eine der bekanntesten und schönsten Grattouren in den Walliser Alpen. Das Nadelhorn ist Teil des klassischen Nadelgrates. Dazu gehören noch die drei Viertausender Stecknadelhorn, Hohbärghorn und Dirruhorn, teilweise wird die Lenzspitze noch in den Nadelgrat mit einbezogen.