Nordend

Höhe: 4.109 m // Region: Monte-Rosa-Gruppe // Land: Schweiz // Erstbesteigung: 26. August 1861

Das Nordend ist der dritthöchste Berg der Alpen. Der Nebengipfel der Dufourspitze ist der am nördlichsten gelegene Gipfel des Monte-Rosa-Massivs und beindruckt durch seine wuchtige Erscheinung. Er liegt auf der Grenze zwischen Italien und der Schweiz und bietet einen phänomenalen Ausblick auf die umliegenden Viertausender. Das Nordend wird meistens von Zermatt her über den Normalweg von der Neue Monte Rosa Hütte begangen. Alternativ ist es bei perfekten Bedingungen und ausreichend Kondition der letzte von 14 Viertausendern auf der Spaghettirunde. Die Hochtour erhielt ihren Namen aufgrund der italienischen Schutzhütten: Die Bergsteiger nächtigen bei der Runde im Rifugio Quintino Sella, der Capanna Giovanni Gnifetti oder dem Rifugio Mantova und der Capanna Regina Margherita – der höchsten Schutzhütte Europas auf dem Gipfel der Signalkuppe. Auf allen bekommen sie zum Abendessen zur Stärkung immer auch eine leckere Portion Pasta. Üblicherweise ist der Ausgangspunkt auf dem mit der Seilbahn in knapp einer Stunde erreichbaren Kleinen Matterhorn oberhalb von Zermatt. In vier Tagen wird dann der Breithorn West- und Mittelgipfel, Pollux, Castor, Liskamm West- und Ostgipfel, Vincentpyramide, Schwarzhorn, Ludwigshöhe, Parrotspitze, Signalkuppe, Zumsteinspitze sowie die Dufourspitze besteigen. Wer die Spaghettirunde kalorienarmer begehen möchte, kann natürlich einen oder mehrere Gipfel auslassen - beispielsweise die schwierigeren Berge, wie die Liskamm-Überschreitung und die Dufourspitze. Der Abstieg erfolgt über die Neue Monte Rose Hütte. Von dort aus geht es nach einer Gletscher-Überquerung und einem ordentlichen Gegenanstieg mit der Gornergratbahn wieder zurück nach Zermatt. Der Berner Alpinist Nicolas Hojac kletterte mit seinem Partner am 8. Juli 2020 die Spaghettirunde in einer neuen Bestzeit. Die beiden starten um 23 Uhr an der Neuen Monte Rosa Hütte und begangen die Tour in umgekehrter Reihenfolge. Sie bestiegen zusätzlich noch die Punta Giordani und die drei anderen Gipfel des Breithorns. So kamen sie auf insgesamt achtzehn offizielle Viertausender – und benötigten dafür lediglich 13 Stunden und 39 Minuten.